25. November 2010
 

 

Kurzbahn EM, Eindhoven NL

Mit einer Steigerung will Liechtensteins Schwimm-Ass Julia Hassler bei der Kurzbahn-EM in Eindhoven (NL) aufwarten. In den Crawl-Bewerben springt die Schellenbergerin über die 800 m (Freitag ab 17 Uhr, live auf Eurosport) und 400 m (Samstag ab 9 Uhr live auf Eurosport) ins Becken.

Selbstkritisch fährt JuliaHassler zu ihren zweiten europäischen Kurzbahnmeisterschaften nach Eindhoven (Ho), wo 375 Athleten aus 35 Nationen teilnehmen werden. Denn trotz der Silbermedaille über die 800-m-Freistil und die Bronzene über 400 m bei den Schweizer Meis- terschaften fährt sie mit sich selbst hart ins Gericht. «Ich bin im Nachhinein nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung», sagt die 17-Jährige selbstkritisch, auch wenn sie erst dort das Ticket für Eindhoven gelöst hatte. Sie erwartet eine Steigerung von sich.

Die Chancen auf ein Topresultat stehen in Eindhoven gut. Viele Topschwimmer werden auf den Start an der Europameisterschaft verzichten. Grund: Vom 15. bis 19. Dezember findet die Schwimm-WM in Dubai statt. Da zwei Saisonhöhepunkte, so nah beieinander, schwer in einem Trainingsplan zu vereinbaren sind, entscheiden sich viele Schwimmer für den einen oder den anderen Anlass.

Erstmals ernst gilt es für Hassler im «Pieter van den Hoogenband»- Schwimmstadion am Freitag. Und der Startschuss ist zugleich der Höhepunkt. Denn ab 17 Uhr findet gleich der Finallauf über ihre Paradedisziplin (800 m) statt. Das Teilnehmerfeld wurde zweigeteilt. Es gibt nur einen Lauf. Die Läufer mit den besten acht Zeiten, im vergangenen Jahr geschwommen, schwimmen automatisch um die Medaillen. «Dort will ich so nah als möglich an meine Rekordzeit heranschwimmen», sagt Hassler, mit der siebtschnellsten Startzeit über 800 m vom Startblock springend. Am Samstag ist dann Hassler - wie auch am Tag zuvor - live auf Eurosport über 400 m in freiem Stil zu sehen. Am Dienstagnachmittag in Eindhoven angekommen, führte der erste Weg ins Wasser. Bis heute pflügte sich die Schellenbergerin zwei weitere Male durch die Wassermassen im «Pieter van den Hoogenband»-Schwimmstadion.

Nationaltrainer Tibor Godo steht Hassler dieses Mal nicht zur Seite. Durch eine Kooperation des Liechtensteiner Schwimmverbandes mit dem Schweizer Schwimmverband ist Hassler bei internationalen Anlässen Teil des Schweizer Swimmteams. Ihre Kolleginnen kennt sie schon länger, fühlt sich daher rundum wohl im Schweizer Team. Die Equipe wird trainiert von Dirk Reinicke, Gerard Moerland und Bernd Lochmann.

(Quelle: Liechtensteiner Volksblatt Ausgabe 25. November 2010)